Wichtigste Infos zur Finanzhilfe

Wir haben für Sie eine Übersicht erstellt über die verschiedenen Möglichkeiten und Hilfspakete, die von Bund und Kanton angekündigt und bereitgestellt worden sind.

Laufende Neuigkeiten zu den aktuellsten politischen Entwicklungen fassen wir für Sie regelmässig zusammen in Newslettern oder auf einer eigens eingerichteten „Corona-News-Website“ der Wirtschaftskammer Baselland zusammen.

Aufgrund der schwierigen Situation können Sie weiterhin beratende Unterstützung von unseren Experten in Anspruch nehmen

Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung

Seit Mittwoch, 9. Dezember, können Gesuche für die Baselbieter KMU-Corona-Härtefall-Hilfe gestellt werden. Betroffene Unternehmungen können in einer ersten Phase in einem Selbst-Check erfahren, ob sie die Kriterien für eine formelle Gesuchstellung überhaupt erfüllen.

Die detaillierte Erfassung der Gesuchstellung im zweiten Schritt benötigt danach rund 15 Minuten und erfordert das Hochladen diverser Unterlagen für die Prüfung. Folgende Dokumente sind für den Upload bei der Gesuchstellung in digitaler Form bereitzuhalten:

  • HR-Auszug (www.zefix.ch)
  • UID-Mitteilung / Ausdruck aus UID-Register (www.uid.admin.ch)
  • Jahresrechnung 2018
  • Jahresrechnung 2019 mit Ergebnisverwendungsvorschlag
  • Zwischenabschluss oder Saldobilanz 2020
  • Budget und Liquiditätsplanung 2020–2021
  • Kontoblätter Aktionärsdarlehen 2020
  • Covid-Kreditvertrag (nach Notverordnung im Frühjahr 2020; sofern beansprucht)
  • Kontoauszug Covid-Kredit 2020 (sofern beansprucht)
  • Aktueller Kontoauszug AHV-Kasse
  • AHV-Jahresdeklaration 2019
  • Aktuelles BVG-Prämienkonto
  • Bisherige MwSt-Abrechnungen 2020

Der Kanton Basel-Landschaft führt zur Abklärung von Corona-Härtefällen auch einen Help-Desk. Er ist jeweils von Montag bis Freitag von 9 bis 11.30 Uhr unter der Telefonnummer 061 927 98 26 erreichbar.

Alle weiteren Informationen können der Webseite entnommen werden: www.haertefallregelung-bl.ch

Wichtig: Seit 1. September 2020 gelten wieder die üblichen 10 Tage Voranmeldungsfrist.

Es bleibt den Unternehmen weiterhin möglich, aufgrund des Coronavirus’ das Instrument der Kurzarbeit zu nutzen, um Arbeitsplätze zu erhalten. Es gilt für neue Voranmeldungen zur Kurzarbeit jedoch wieder eine Voranmeldefrist von 10 Tagen.

Zu beachten:

  • Das vereinfachte Verfahren bei der Voranmeldung und das summarische Verfahren bei der Abrechnung gelten noch bis Ende Dezember 2020.
  • Seit dem 1. September 2020 gilt neu eine Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung von 18 Monaten (statt 12 Monaten).
Wenn Sie auch in der Folge Kurzarbeit beantragen müssen, zögern Sie nicht. Jeder Tag zählt!

 

Wer?
  • Arbeitnehmende (Angestellte, inkl. befristet und auf Abruf)
  • Lernende
Wer nicht?
  • Gekündigte Personen
  • mit Kurzarbeit nicht einverstandene Arbeitnehmende
  • Selbständigerwerbende (siehe Erwerbsersatzentschädigung)
  • Personen die im eigenen Betrieb angestellt sind (GmbH / AG)
Wann?
  • bei Betriebsschliessung
  • weniger Arbeit (wirtschaftliche Gründe)
  • behördlich bedingtem Ausfall
Was?
  • 80% des Lohns werden von der Arbeitslosenkasse gezahlt.
  • Bei teilweiser Kurzarbeit (z.B. bei Arbeitsausfall halbtags) werden 80% des halben Einkommens vergütet.
  • Der Arbeitgeber kann die fehlenden 20% an den Arbeitnehmer vergüten.
  • Die Sozialabgaben werden zu 80% von der Arbeitslosenkasse übernommen.
Wo?

Zuständig sind

  • die kantonale Amtsstelle KIGA (Voranmeldung) und
  • Ihre Arbeitslosenkasse (Abrechnung).
Wie?

Die Voranmeldung kann mittels Online-Formular eingereicht werden: https://www.job-room.ch/kae/covid19

Formulare für die Abrechnung zuhanden der Arbeitslosenkassen: Antrags-/Abrechnungsformular

Die Abrechnung senden Sie elektronisch/per Post an Ihre gewählte Arbeitslosenkasse. Bitte beachten Sie die Zusatzinformationen im FAQ auf der Website.

Hinweise:
  • Bitte achten Sie auf die Vollständigkeit Ihres Antrages und klären Sie allfällige Unklarheiten vor der Einreichung.
  • Massgebend für den Beginn der Kurzarbeit ist das Eingangsdatum Ihrer Voranmeldung. Voranmeldefrist nicht vergessen.
Kontaktstellen:
Wer und Wann?
  • Quarantänefälle
  • Erwerbsausfall bei Wegfall der Kinderbetreuung (Schliessung der Betreuungslösung)
  • Erwerbsausfälle für Selbständigerwerbende, deren Veranstaltungen abgesagt oder nicht genehmigt sind
  • Selbständigerwerbende bei verordneter Betriebsschliessung
  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH, Aktiengesellschaft) bei verordneter Betreibsschliessung und dadurch erfolgtem Erwerbsausfall
  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH, Aktiengesellschaft), deren Veranstaltung bei Veranstaltungsverbot nicht stattfinden kann, sofern ein Erwerbsausfall vorliegt
  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH, Aktiengesellschaft), welche Dienstleistungen und Aufträge für Veranstaltungen erbringen (bspw. Lieferanten, Messebauer, Licht- und Tontechniker, Zeltbauer) bei einem Veranstaltungsverbot
  • Selbstständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH, Aktiengesellschaft), die aufgrund der beschlossenen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus eine Umsatzeinbusse von mindestens 55% im Vergleich zu den Jahren 2015-2019 erfahren und dadurch einen Erwerbsausfall erleiden und die im Jahr 2019 ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen von mindestens CHF 10’000 erzielt haben

Diese Massnahme gilt auch für Grenzgänger.

Was?

Die Betroffenen erhalten ein Taggeld, das 80% ihres Bruttoerwerbseinkommens entspricht, höchstens aber 196 Franken pro Tag.

Begrenzung:

  • Quarantänefälle: Mit der Aufhebung der Quarantäne, spätestens nach 10 Taggeldern
  • Für betreuende Eltern: Wenn eine Betreuungslösung gefunden, die Quarantänepflicht aufgehoben oder die Betreuungseinrichtung wieder öffnet
  • Für Selbständige: Bis die Massnahme aufgehoben wurde oder kein Erwerbsausfall mehr vorliegt
  • Für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung: Bis die Massnahme aufgehoben wurde oder kein Erwerbsausfall mehr vorliegt
Wo?

Zuständig ist die Ausgleichskasse, bei welcher Sie die Sozialversicherungsbeiträge einzahlen. Sie finden die Adressen unter https://www.ahv-iv.ch/de/Kontakte

Wie?

Informieren Sie sich bei Ihrer Ausgleichskasse.

Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung müssen die Entschädigung für jeden Kalendermonat neu beantragen.

Hinweis:

  • Die Entschädigung wird nur für tatsächliche Erwerbsunterbrüche ausgerichtet.
  • Die Auszahlung erfolgt in der Regel monatlich und nachschüssig.
  • Entschädigungen infolge Quarantäne werden nach Anspruchsende am Stück ausbezahlt.
  • Zu Unrecht bezahlte Entschädigungen sind zurückzuerstatten.
  • Unwahre Angaben können Sanktionen nach sich ziehen.
  • Der Anspruch auf nicht bezogene Entschädigungen endet fünf Jahre nach Aufhebung der vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen.
Vorübergehender Aufschub von Verzugszinsen für AHV/IV/EO- und –ALV-Beiträge

Bei verspäteter Zahlung der AHV/IV/EO- und ALV-Beiträge wurden während der ausserordentlichen Lage keine Verzugszinsen verlangt. Die Regelung war auf die Zeit bis zum 30. Juni beschränkt. Die Beiträge blieben aber geschuldet und müssen vollständig bezahlt werden. Seit dem 1. Juli 2020 stellen die Ausgleichskassen für bis dahin ausstehende Beitragszahlungen wieder Mahnungen aus und leiten bei Nichtzahlung nötigenfalls die Betreibung ein.

Unternehmen, die wegen der Corona-Krise mit Liquiditätsproblemen konfrontiert sind, haben die Möglichkeit, bei ihrer Ausgleichskasse einen verzugszinsfreien Zahlungsaufschub zu beantragen. Sie müssen sich dabei zu regelmässigen Ratenzahlungen verpflichten. Diese Möglichkeit bleibt weiterhin bestehen und ist bis am 20. September 2020 zinsfrei.  Weitere Informationen.

Erleichterung bei der Bezahlung von Sozialversicherungsbeiträgen

Die AHV-Ausgleichskassen können Arbeitgebern und Selbstständigen, die mit Liquiditätsengpässen konfrontiert sind, einen Zahlungsaufschub gewähren. Der Zahlungsaufschub ist während sechs Monaten von Verzugszinsen befreit.

Die Zahlungsaufschübe selbst können eine längere Laufzeit haben, ab dem siebten Monat wird jedoch ein Zins fällig. Die AHV-Ausgleichskasse regelt die Details im Einzelfall.

Keine Verzugszinsen auf die Steuern des Kantons BL

Ab dem 25. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet der Kanton auf die Erhebung von Verzugszinsen auf die Staatssteuer.

Für die Direkte Bundessteuer gilt dieselbe Regelung ab dem 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020.

Stundung von definitiv in Rechnung gestellten Steuerforderungen im Kanton BL

Für definitiv in Rechnung gestellte Steuerforderungen kann bei Bedarf bei der Steuerverwaltung ein Stundungsgesuch eingereicht werden. Diese Gesuche werden der vorliegenden Situation angepasst beurteilt und Stundungen kulant gewährt.

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die wegen der Coronakrise in Liquiditätsengpässe geraten sind, können neu eine vorübergehende Stundung (COVID-19-Stundung) von drei Monaten beantragen. Spezifische Forderungen wie namentlich Lohnforderungen und Alimentenansprüche sind nicht von der Stundung erfasst.
  • Die COVID-19-Stundung kann um weitere drei Monate verlängert werden.
  • Für die Zeit vom 20. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sind keine Verzugszinsen auf verspätete Zahlungen der Mehrwertsteuer, der besonderen Verbrauchssteuern, Lenkungsabgaben und Zollabgaben geschuldet. Die Bereiche Verrechnungssteuer und Stempelabgaben sind von diesem Verzicht auf Verzugszinsen ausgenommen.
  • Für die direkte Bundessteuer gilt der Verzicht auf Verzugszinsen für die Zeit vom 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020.

Unterstützung bei der Erstellung eines Vertrags erhalten Sie hier: https://www.vertragshilfe.ch/vertraege/darlehensvertrag/

Möglichkeiten zur finanziellen Entlastung

Der Bundesrat ruft Vermieter- und Mieterschaft ausdrücklich dazu auf, sich gemeinsam um einvernehmliche Lösungen zu bemühen.

Es kann sich also lohnen, bei den Vermieter/innen nachzufragen, ob ein Mietzinserlass oder eine Mietzinsreduktion möglich ist. Suchen Sie dazu frühzeitig das Gespräch mit dem Vermieter und versuchen Sie, gemeinsam eine Lösung mit einem gangbaren Weg für alle Beteiligten anzustreben. Ein Erlass durch den Vermieter muss schriftlich bestätigt werden und beruht rein auf Solidarität des Vermieters.

Sie sollten auch das Gespräch mit den Leasinggesellschaften suchen und die monatlichen Raten reduzieren. Unter Umständen können Sie auch Verträge neu abschliessen und die Laufzeit anpassen, so dass der reduzierte Betrag später bezahlt werden kann.

Versicherungsprämien: Verlängerung der Zahlungsfristen

Suchen Sie das Gespräch mit den Versicherungen. Bitten Sie um Nachlass oder eine Verlängerung der Zahlungsfrist.

Treten Sie jetzt mit uns in Kontakt

Für allgemeine Fragen nutzen Sie dafür die Chat-Funktion. Bei kurzen Fragen zum Ablauf unterstützen wir Sie gerne per Telefon. Für eine umfassende (Finanz-)Beratung füllen Sie bitte dieses Formular aus. Nach Eingang des Formulars wird die Anfrage weitergeleitet und Sie werden kontaktiert.